Miraflores Locks – Schiff ahoi!

Miraflores Locks – Schiff ahoi!

Schiff ahoi! Nach unserem Vormittagsprogramm bestehend aus Morgensport, Schwimmen im Pool, Interviews des Pioneers of Change Summit anhören, arbeiten und Mittagessen, starteten wir los, um eine Prepaid Simkarte aufzutreiben. Mit unseren mehr mau als wow Spanisch-Kenntnissen endeten wir ähnlich wie bei „Asterix erobert Rom“ und der Sache mit dem Passierschein A38. Nur dass es sich bei uns nicht um den Passierschein handelte, sondern um eine Prepaid Simkarte und den Anbieter Claro. Aber mal alles der Reihe nach. Wir fuhren zu der uns empfohlenen Shopping Mall und suchten zuerst einmal den Anbieter. Das war gar nicht so leicht, denn in der Multiplaza Mall gab es so ziemlich jedes Geschäft, aber keine einzige Info- oder Orientierungstafel. Nach einer Weile standen wir dann doch vor dem Shop und durften erst einmal ein Ticket mit einer Nummer ziehen. Dies erinnerte uns an einen Besuch bei diversen Behörden. Dann musste eine Mitarbeiterin gefunden werden, die zumindest ein bisschen Englisch verstand. Wir warteten geduldig. Die junge Dame war sehr bemüht und schrieb uns auch einen Spickzettel mit dem Namen des Shops, zu dem wir nun gehen sollten. Dort würde uns geholfen werden. Muchas gracias. Wir liefen wieder zurück, quer durch die Mall. Im besagten Shop konnten sie leider noch weniger Englisch und gaben uns bedauernd zu verstehen, dass sie keine solchen Wertkarten vor Ort hätten. Wir sollten nach Oben in den Hauptshop gehen. Dort hätten sie solche Wertkarten. Wir versuchten ihnen zu erklären, dass wir soeben von dem Hauptshop hinunter geschickt wurden, doch ich glaube, das haben sie nicht so recht verstanden. Wir haben das Prozedere dann nicht wie bei Asterix und Obelix fortgeführt (da wurden die Mitarbeiter im Haus ja „mit den eigenen Waffen geschlagen“) sondern die Prepaid Simkarte „losgelassen“ und unser Programm fortgesetzt. Über Panamá Viejo (Old Panama) ging es zu den Miraflores Locks.

Die Miraflores Locks ist eine der insgesamt 3 Schleusenanlagen des Panamá Kanals. Die Schleusen befinden sich auf der pazifischen Seite und bestehen aus zwei direkt aufeinanderfolgenden Schleusenkammern. Wir begaben uns als Erstes auf die Aussichtsplattform, auf der sich schon zahlreiche Touristen tummelten. Anschließend gab es eine Vorstellung im hausinternen „Kino“, von der wir beide etwas enttäuscht waren. Ich hatte mir eine Mischung aus History/Dokumentation zum Bau des Kanals und eine zusammengefasste, technische Erklärung der Schleusen erhofft, zu sehen bekamen wir ein gedrehtes Video, das mich eher an einen Imagefilm erinnerte. Das integrierte Museum hat meinen „Wissensdurst“ dann zumindest noch ein bisschen gestillt. Dort zeigten sie kurze Videos und Fotos vom Bau der Anlage, den Sprengarbeiten sowie zahlreiche Modelle der damals verwendeten Baugeräte. Apropos Fotos. Mein absolutes Highlight war natürlich der fotografische Part. Ausgestattet mit meinen beiden Kameras samt 3 Objektiven legte ich los und war im fotografischen als auch persönlichen Schlaraffenland. Ich liebe Schiffe jeglicher Art und die Schiffe in den Schleusen zu sehen, deren Wasserspiegel gerade herabgelassen bzw. angehoben wurde, war einfach meeeega cool! Habe ich schon einmal erwähnt, wie wundervoll der Mann an meiner Seite ist? Er wartete mit einer Engelsgeduld bis ich, sowohl genügend Schiff-Schleusen-Kanal-Fotos als auch meine ersten Vogelfotos gemacht hatte. ❤️

Zum Abendessen fuhren wir dann nach Casco Viejo. Ein superschönes Altstadtviertel mit zahlreichen Bars und Restaurants. Wir kamen an, als es bereits dunkel war. Es war nicht ganz so einfach, ein Lokal zu finden, in dem es auch etwas anderes als Burger, Pizza und Steak gibt. Generell merkt man den amerikanischen Einfluss in Panamá City vor allem anhand der unzähligen Fastfood Restaurants und Shops enorm. Das Land ist ja auch nicht weit weg und der Panamakanal wurde erst am 31.12.1999 von den Vereinigten Staaten an Panamá übergeben.

Zum Abschluss des Tages fanden wir ein supernettes Café, in dem wir uns einen hervorragenden Espresso teilten und anschließend noch ein Restaurant, in dem wir frischen Fisch mit gebratenen Champignons und grünen Salat mit leckerem Manchego verspeisten.