Der erste Tag am Strand – Panamá, Pedasí und ein Sonnenuntergang an der Playa Venao.

Der erste Tag am Strand – Panamá, Pedasí und ein Sonnenuntergang an der Playa Venao.

Porch with a sea view. Während Andreas neben mir seinen Morgensport macht, chille ich in der Hängematte und schreibe die ersten Zeilen. Um mich herum goldenes Morgenlicht, Meeresrauschen und Vogelgezwitscher, das vertraut und zugleich auch fremd klingt. Ich höre Tauben gurren und andere Vögel. Sie singen, schreien, kreischen, rufen einander. Schmetterlinge fliegen herum. Ich mache die Augen noch einmal zu und lausche. Ein Hund bleibt vor unserem Garten stehen und bellt Andreas an. Vielleicht sind ihm meditierende Männer, die wunderschön om-chanten, fremd. Es ist 08:30. Samstag. Langsam beginnt das Leben hier. Wir hören die ersten Menschen und ein altes Auto fährt vorbei. Ich glaube, es ist ein alter Lada. Links von mir tummeln sich die Kokosnüsse von gestern. Der Baum rechts von mir ist voll mit saftigen Papayas, die allerdings noch grün sind. Ich schwitze. Die Luft ist hier ganz anders als in Panama City. Es ist deutlich heißer und auch die Luftfeuchtigkeit ist wesentlich höher. Gleich werden wir das erste Mal schwimmen gehen. Oh Meer, du hast mir gefehlt!

Lonely beach. Ich bin soeben von meinem Strandspaziergang zurückgekommen. Eineinhalb Stunden nur für mich. Kein Mensch weit und breit. Die paar Menschen, die hier leben, sind alle fleissig mit ihren Häusern und Gärten beschäftigt. Frauen hängen die Wäsche auf, während Männer sägen, hämmern, schweißen oder andere Sachen schleppen. Niemand interessiert eine weiße Touristin mit Kamera am Strand, die spazieren geht, Vögel fotografiert und Muscheln sammelt. Die Panamesen sind mit ihrem eigenen Leben beschäftigt. Sie sind sehr freundlich und unaufdringlich. Auch in der Großstadt. Natürlich gibt es dort auch Straßenhändler und vor den Restaurants stehen genauso Leute, die um Gäste werben. Dennoch ist es weit weniger aufdringlich als z.B. in den touristischen Gegenden Griechenlands oder Thailands.

Baby coconuts. Die letzte Stunde haben wir sitzend auf der Veranda gesessen und versucht, unsere Kokosnüsse zu öffnen. Es ist Andreas tatsächlich gelungen. Wenn gleich er vom Messer auch einige Blasen auf der Hand davongetragen hat. Fazit: Kokosnüsse öffnen gleicht Schwerstarbeit. Zumindest dann, wenn man keine richtig scharfe Machete hat. Wir hatten trotzdem einen riesigen Spaß dabei und es war obendrein richtig lecker. Eine Kokosnuss war tatsächlich noch so jung, dass das weiße Fleisch innen noch fast cremig war. Und das Wasser – eine natürliche Fermentation – war einfach nur phänomenal. Wir haben es durch ein Sieb gefiltert, um die letzten Holzstückchen loszuwerden und das Fruchtfleisch in eine unserer Boxen gefüllt.

Frisches Kokosnusswasser, also solches von grünen Kokosnüssen wie wir es getrunken haben, ist enorm gesund. Für die Haut und den gesamten Körper. Es enthält die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Natrium, Kupfer, Eisen und Phosphor. Das Fruchtfleisch selbst enthält viele Ballaststoffe und mittelkettige gesättigte Fettsäuren. Perfekt also für unsere clean food/lowcarb/keto/Paleo-Ernährung.

Apropos Essen. Am Nachmittag machten wir einen Ausflug nach Pedasí. In Pedasí haben wir in „The Bakery“, die sich im Hostal Selina Pedasi befindet, einen leckeren Espresso getrunken. Dort kann man auch Billard spielen. Pedasí gehört zu den 5 Distrikten der Provinz Los Santos und seine umliegenden Strände sind unter Surfern sehr beliebt. 

Surfer haben wir zwar weder an der Playa Toro gesehen, an der auch unser Selfie entstanden ist, noch weiter südlich an der Playa Venao. Dafür aber mega schöne, fast einsame Strände, tolle Wellen und an der Playa Venao einen wunderschönen Sonnenuntergang. 

Abendessen gab’s dann im Restaurant Panga (pangapanama.com), das zu Eco Venao (https://ecovenao.com) gehört. Das Personal war unheimlich freundlich und ist auch auf unsere speziellen Wünsche hinsichtlich low-carb eingegangen. Das Essen selbst war ausgezeichnet. Wir hatten Fisch, gegrilltes Gemüse, eine mini Portion Kokosreis mit Bohnen sowie eine leckere Kürbispaste mit Käse.

Fazit: an unserem ersten Strandtag durften wir gleich 3 wunderschöne Strände und ein ausgezeichnetes Lokal kennenlernen.