Boca Chica – Life on the beach

Boca Chica – Life on the beach

Inselfeeling. Nachdem wir die letzten beiden Tage viel Zeit im Auto verbracht hatten, beschlossen wir, heute einen Relax-Tag einzulegen. Wir nutzen wieder den Vormittag, um Mails zu beantworten, Fotos zu bearbeiten und Beiträge fertig zu gestalten. Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann die paar Meter hinunter zum Hafen. Wir buchten uns für $ 6,- pro Person ein Wassertaxi zur Isla Boca Brava. Der Preis war für beide Richtungen und die Fahrt dauerte keine 5 Minuten. Wir vereinbarten mit unserem Fahrer, dass er uns um 19:00 wieder vom Restaurant des Eco Hotels Boca Brava abholen sollte.

Im Restaurant lernten wir sofort den Besitzer des Hotels kennen. Ein super sympathischer Amerikaner, mit dem wir uns sofort über alles mögliche unterhielten. Wir verquatschten uns regelrecht bei einem Café und einem Papaya Smothie. Dann gaben wir unsere Wünsche fürs Abendessen bekannt. Das Restaurant bietet nämlich einen ganz besonderen Service. Wenn man auf der Insel ankommt und dort zu Abend essen möchte, gibt man ihnen die Uhrzeit bekannt und bekommt dann zur gewünschten Uhrzeit, frisch gekocht, das Essen serviert. Ideal für hungrige Menschen, die nicht lange aufs Essen warten wollen (das hätten wir am Vortag gebraucht 😉 ).

Richtig cool fanden wir, wie sehr er auf unsere Ernährungswünsche einging. Er fragte genau nach, was für uns passend wäre und was nicht. Wir bestellten beide einen Snook (der Fisch ist auch als Robalo bekannt), gekochtes Gemüse und Salat dazu.

Danach ging’s los in Richtung Strand. Die Insel hat zwei Strände, die binnen 15 bzw. 25 Minuten zu Fuß durch einen tollen Dschungel-Pfad zu erreichen sind. Playa Piedrita und Playa Arena Bonita. Letzterer ist auch bekannt als Playa Christina. Wir entschieden uns, nur zur Playa Christina zu gehen, da dieser Strand der schönere der beiden Strände sei.

Wer jetzt denkt, wir seien von Mücken/Gelsen überfallen worden, irrt. Wir sind weder beim Hinweg noch beim Retourweg zu Sonnenuntergang einer Mücke begegnet. Leider auch nicht dem Puma, von dem uns der Amerikaner ein Video zeigte. Er hat ihn mal beim Schwimmen im Meer gefilmt. Auch waren die Brüllaffen beim Hinweg ziemlich stumm oder zu weit weg. Beim Rückweg konnten wir einen sehen und den Rest der Bande auch sehr deutlich hören.

An der Playa Christina ist ein weiterer Wunsch von mir in Erfüllung gegangen: Krabben fotografieren. An der Playa El Uverito suchte ich noch vergeblich nach ihnen (vielleicht waren ihnen dort zu viele Vögel). An diesem Strand musste ich nicht lange suchen. Während Andreas ein Schläfchen machte, kroch ich mit der Kamera samt 70-200er Objektiv am Boden herum und entdeckte sie. Kleine Krabben, die in alle Richtungen über den Strand liefen und dann wieder blitzschnell in ihren Löchern verschwanden. Wer die Geduld hat, ein wenig zu warten, wird auch belohnt. Nach einer Weile kommen sie wieder heraus.

Spannend fand ich auch ihr Rudelverhalten, das mich ein wenig an jenes der Murmeltiere erinnert hat. Es gibt offenbar so etwas wie eine „Aufpasser“ Krabbe. Wenn diese sich bewegt, bewegen sich auch die anderen Krabben ringsherum. Bleibt der „Aufpasser“ still, bewegen sich auch die anderen Krabben nicht. Egal wo sie sich gerade befinden. Sie „versteinern“ regelrecht an Ort und Stelle um ja nicht gefangen und gefressen zu werden, wenn sie es nicht mehr rechtzeitig in ihr Loch schaffen. 

Ein paar weitere Fotos von diesem kleinen Strand und seiner Bucht möchte ich euch an der Stelle noch zeigen. Ich hab ein wenig mein neues 70-200 Objektiv auf seine Tauglichkeit in liegender Position getestet. 😉 #neueperspektiven

Um 18:05 waren wir wieder zurück im Restaurant. Fünf Minuten später wurde unser Essen serviert. Das Gemüse wäre eigentlich meines gewesen, doch da ich Karfiol/Blumenkohl weder besonders mag noch vertrage, tauschten wir spontan Salat gegen Gemüse. Danke nochmal mein Schatz. :-* Wir bekamen einen unfassbar guten Fisch. Ehrlich, so einen leckeren, gehaltvollen, leicht zu filetierenden Fisch habe ich selten gegessen. Ein absoluter Gaumenschmaus. Das dachten sich vermutlich auch die beiden Hotelinternen Hunde und die Katze, die es sich sofort neben unserem Tisch gemütlich machten, in der Hoffnung, auch etwas davon abzubekommen. Sie waren präsent aber nicht aufdringlich.

Pünktlich um 19:00 war unser Wassertaxi da. 10 Minuten später waren wir wieder im Hotel. Nun sitze ich noch gemütlich hier draußen und schreibe, während Andreas bereits schläft. Mücken gibts hier immer noch keine. Vielleicht, weil die Geckos um mich herum so aktiv sind. 😉 #buenasnoches #ichgehjetztauchinsbett