Panamá, Kokosnüsse und die Sache mit der Machete

Panamá, Kokosnüsse und die Sache mit der Machete

Wie öffnet man schnellstmöglich eine Kokosnuss? Diese Frage haben wir uns in den letzten Wochen mehrfach gestellt und sind zu einer klaren Erkenntnis gekommen: am Besten mit dem richtigen Werkzeug. Bei unserem Spaziergang durch Bajo Boquete entdeckten wir zufällig einen Laden, der wohl die panamaische Variante von Obi, Hornbach, Lagerhaus oder Co ist. Und gleich beim Eingang das gewünschte Objekt der Begierde, in mehrfachen Größen: eine Machete – oder auch „Schlachtmesser“ genannt, wie meine Oma sie mit ihrem landwirtschaftlichen Background bezeichnen würde. Keine Sorge, geschlachtet wird hier nichts und niemand. 

Nos gustaría abrir cocos con el machete. Lo prometo!“ 

Ja, wir wollen wirklich nur Kokosnüsse mit der Machete öffnen. Versprochen. So wirklich wollten sie uns in dem Laden dennoch nicht glauben, obwohl man in Panamá häufig Arbeiter am Straßenrand sieht, die mit Macheten Gärten und Bachbette von wuchernden Pflanzen befreien um  z.B. den Wasserfluss zu optimieren (hier wird tatsächlich noch viel mit der Hand anstelle von elektrischen Geräten erledigt). Wenn Touris plötzlich Macheten kaufen, ist der Panamese lieber skeptisch. 😉

Wie das Öffnen von reifen, dunkelbraunen Kokosnüssen, die noch die dicke Faserschicht (Mesocarp) sowie die ledrige Außenhülle (Exocarp) dran haben, einfacher gelingt, sollte Andreas erst ein paar Tage später auf der Insel lernen. Er bekam spontan Nachhilfe von einem Panamesen. Leider war ich nicht dabei, sonst hätte ich auch hiervon Fotos gemacht. Ein heißer Tipp an dieser Stelle, wenn ihr ebenfalls vorhabt, euch zu diesem Zweck im Urlaub eine Machete zu kaufen: investiert auch in eine Feile. Der Verkäufer im Geschäft fragte uns zum Glück, ob wir eine mitnehmen wollen und wir haben diese Entscheidung keine Sekunde bereut. Die Machete nützt sich bei so einer harten Nuss doch recht schnell ab. 😉

Fazit: Die $ 6,- waren bislang eine äußerst ertragreiche und fruchtbare Investition. Wir trinken liebend gern den leckeren, frischen Saft (den man in der Form nur in größeren Supermärkten oder von Einheimischen am Straßenstand bekommt) und verspeisen das weiße, feste oder noch weiche ölhaltige Kokosnussfleisch der Kopraschicht. Manchmal mixen wir es auch in unsere Smoothies, in den Fruchtcocktail am Nachmittag oder geben es abends ins Kürbispüree. #lecker #werbrauchthierschonkokosnussmilchindoesen